Oliva antwortet

 

Fragen rund um’s Olivenöl



Darf ich mit Olivenöl braten?
Ja, unbedingt! Olivenöl ist sogar besonders gut zum Braten geeignet. Wie bei jedem Öl und Fett müssen Sie aber darauf achten, den Rauchpunkt nicht zu überschreiten, damit es nicht verbrennt. Besonders die Kombination von Olivenöl und Butter gilt in der Spitzengastronomie seit Jahrzehnten als das Nonplusultra zum Anbraten.


Wie lange ist Olivenöl haltbar?
Bei richtiger Lagerung beträgt die Haltbarkeit von Olivenöl vor dem Öffnen mindestens 24 Monate. In verschlossenem Zustand ist Olivenöl oft sogar mehrere Jahre haltbar, solange es kühl und vor Licht geschützt aufbewahrt wird.

Wie kann ich Olivenöl am Besten lagern?
Sie sollten Ihr Olivenöl nach dem Öffnen immer gut verschlossen lagern und keinem direkten Sonnenlicht aussetzen. Dann ist das Olivenöl mehrere Monate verwendbar. Offen gelagert wird Olivenöl jedoch schnell ranzig, was leicht am Geruch erkennbar ist. Das Öl ist dann zwar trotzdem nicht gesundheitsschädlich, der Geschmack leidet aber massiv. Achten Sie daher immer auf gute Flaschen und Gefäße, die sich luftdicht schließen lassen.

 

Kann ich Olivenöl im Kühlschrank aufbewahren?
Prinzipiell schon, die Aufbewahrung im Kühlschrank führt allerdings nicht zu einer längeren Haltbarkeit. Olivenöl kann bei Kälte sogar flockig werden, wodurch es schwieriger zu dosieren wird und an Aroma verliert. Das Öl kann aber ohne negative Folgen wieder auf Zimmertemperatur erwärmt werden. Die Aufbewahrung im Kühlschrank ist generell aber nicht notwendig.


Was bedeutet natives Olivenöl extra?
Die BezeichnungOlivenöl nativ extra“ erhalten nur Olivenöle der höchsten Qualitätsstufe. Dabei steht „nativ“ für naturbelassen und „extra“ für die besonders hohe Qualität. Natives Olivenöl extra wird bei niedrigen Temperaturen schonend aus erster Pressung hergestellt (kaltgepresst). Der Säuregehalt muss unter 0,8 % liegen.

 

Woher kommt das beste Olivenöl?
Das qualitativ hochwertigste Olivenöl findet man natürlich im gesamten Mittelmeerraum. Hier werden seit Jahrhunderten die verschiedensten Olivensorten kultiviert und die klimatischen Bedingungen sind einfach perfekt für den Olivenanbau. Bei der Frage, welches Olivenöl nun das Beste ist, wird man keinen eindeutigen Gewinner finden, denn das hängt nicht zuletzt vom persönlichen Geschmack ab. Denn jede Anbauregion hat seinen eigenen Charakter und damit auch jedes Öl einen ganz eigenen, besonderen Geschmack.

 

Was macht guten Geschmack aus?
Ein gutes Olivenöl beinhaltet eine ausgewogene Mischung der drei Geschmackskomponenten fruchtig, bitter und scharf. Je nach persönlichem Geschmack und dem Verwendungszweck werden die unterschiedlichsten Ausprägungen als "ausgewogen" empfunden. Ein sehr bitteres und scharfes Olivenöl kann genauso gut sein, wie ein mild-fruchtiges Olivenöl.

 

Warum kratzt gutes Olivenöl im Rachen?
Gutes Olivenöl sollte mehr oder weniger bitter schmecken - je bitterer, um so höher ist der Anteil an gesundheitsfördernden Polyphenolen. Sollte es im Abgang scharf sein, wie Meerrettich, Pfeffer oder Paprika, was sich häufig als Kratzen im Hals bemerkbar macht, ist dies ein Beleg für einen besonders hohen Anteil an Polyphenolen, die vielen Wohlstandskrankheiten entgegenwirken sollen.

 

Welchen Einfluss hat die Farbe des Olivenöls?
Die Farbe des Öls ist im Grunde völlig irrelevant für dessen Bewertung. Sie variiert je nach Olivensorte, nach Reifegrad, Art der Pressung und auch nach Herkunft des Olivenöls. Nordafrikanisches Öl hat zum Beispiel eine deutlich andere Farbe und andere Bitterstoffe als europäisches.

 

Was sind Kalamata Oliven?
Oliven sind extrem vielseitig und es gibt unzählige Sorten dieser Steinfrucht. Die rötlich-braunen bis schwarzen Kalamata-Oliven (auch Kalmon-Oliven genannt) haben eine härtere Schale, sind sehr aromatisch und ein wenig salzig. Sie sind mandelförmig und werden meist in einer Mischung aus Essig und Öl eingelegt, es wird aber auch sehr gutes Olivenöl aus dieser Sorte gewonnen. Doch Kalamata-Oliven sind nicht nur salzig, sondern auch sehr gesund. Ihr Fett besteht zu einem Großteil aus gesundheitlich wertvollen einfach ungesättigten Fettsäuren.

 

Warum ist hochwertiges Olivenöl preisintensiv?  
Ein wirklich gutes Öl kann man nicht billig und zugleich nachhaltig herstellen. Die relativ geringen Preise im Supermarkt oder beim Discounter lassen sich nur durch die Mischung riesiger Mengen von durchschnittlicher geschmacklicher Qualität und industrieller Produktion realisieren. Auch wenn manche Testinstitute hin und wieder einen „Testsieger“ aus diesen Produkten küren, kann kein Olivenöl aus dem stationären Handel geschmacklich mit einem wirklich guten handverlesenem Olivenöl mithalten.